16.4.10

Peter Steele gestorben

Type O'Negative October Rust Promo: 3.v.l.: Peter Steele

Viele Konzerte habe ich im Laufe meines Lebens besucht. Ein paar davon sind mir gut im Gedächtnis geblieben. Eins davon war das Konzert von Type O'Negative in der Hugenottenhalle Neu-Isenburg im Jahre 1997. Diese Band war geprägt durch ihren Frontmann Peter Steele. Er lockerte das Konzert auf durch einige witzige Bemerkungen, etwa "Ich spiele nun ein Cover: 'Light my Fire' von den Doors. Wer das nicht mag, der kann solange aufs Klo gehen und pinkeln" (wörtlich 'have a piss'). Das war typisch für seinen Humor.

Seine Liedtexte waren teilweise recht bissig, etwa "Black #1" über ein "gothic girl". Paradoxerweise brachte ihm dieser Song haufenweise Fans unter den weiblichen Goths (entweder hatten diese Humor oder die Satire nicht verstanden). Böse war auch "Christian Woman" über eine religiöse Fundamentalistin, die ihre "schlimmen" sexuellen Bedürfnisse auf Jesus projiziert:




Gestern habe ich via Twitter erfahren, dass Peter Steele am 14.04.2010 (also vorgestern) einem Herzinfarkt erlag. Er wurde nur 48 Jahre alt. Ich trauere um ihn.

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3.4.10

Das hessische Geschichtsquiz und die Piraten der Karibik

Gerade eben habe ich mich gewundert, warum in der Sendung "Das große Geschichtsquiz - Teil 2" die ganze Zeit das Thema aus "Fluch der Karibik" angespielt wurde. Da fiel mir ein, dass das Thema von Klaus Badelt stammt, der in Frankfurt am Main geboren wurde. Daher paßt die Musik in gewisser Weise zu einer Sendung, die sich ausschließlich mit hessischer Geschichte beschäftigt.

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17.3.10

Singvøgel in Einbacher Mühle

Hier ein Veranstaltungshinweis:
Am Samstagabend, den 1. Mai, spielen die Singvøgel in der großen Scheune
ihre neuesten Sauf-, Tanz-, Kuschel- und Träumlieder.

Denn ihrem schönsten Hit ist jetzt ein eigener Met gegoren:
Kommt und kostet vom "Feuersang-Met" auf dem Einweihungsfest der Einbacher Mühle - und der Pre-Release-Vorstellung des neuen Singvøgel-Albums.


Für vergorene und unvergorene Getränke sorgt Ragnars Sauferey. Am Samstag werden Falafel angeboten.

Was Ihr sonst noch benötigt, bringt bitte selber mit. Zum Übernachten ist eine Wiese zum Campen da. Die Überlebenden können am So 2. Mai abreisen. ;-)

UKB: mittelalterliche 4,99 Euro

Antworten, Zusagen und alle Nachfragen bitte an diese eMail-Adresse:

feuersang ät gmx punkt de

Es wäre super, wenn Ihr Euch meldet, so dass wir entsprechend planen können!

Wir freuen uns auf Euch zum Einweihungsfest!
Ragnar & Venayra und die Singvøgel
Die Einbacher Mühle (Adresse: Elztalstraße 51, D-74722 Einbach (Buchen) findet man sogar in der Wikipedia.

Die Koordinaten: Nördliche Breite 49.486181
Östliche Länge 9.231239

Und so geht es mit Google Maps hin:

Größere Kartenansicht

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14.9.09

Hayner Burgfest incl. Auftritt von Faun

Eingangstor mit Besucherstau davor

Vom 11.-13. September war wieder einmal in Dreieichenhain (südlich von Frankfurt/Main) das Hayner Burgfest. Ich besuchte es aber nur am Freitagabend. Der Grund: Faun.

Faun in rotes Licht getaucht

Kurz nach 20 Uhr begann der Auftritt. Faun gelang es fast sofort, mit ihrer einmaligen Musikmischung aus mittelalterlichen, folkigen und orientalischen Klängen das Publikum zu verzaubern. Einer der Höhepunkte war ein Lied, das auf der isländischen Egilssaga basierte - vorgetragen auf Altisländisch!

Danach schlenderten wir über den Mittelaltermarkt, wo ich etwas neues lernte: man kann aus Schellack nicht nur Schallplatten machen, sondern mit ihm auch räuchern.

Anschließend sahen wir noch ein sog. "keltisches Ritual", das aber erheblich mehr Bezug zu Hayner Kerbbräuchen (Verbrennen von vier Strohkreuzen, die für die vier Elemente stehen) hatte denn zu keltischer Kultur.

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1.9.09

Double tritt als "echter" Rapper "Nelly" auf

Heute berichtet das Darmstädter Echo von einem meiner Ansicht nach sehr peinlichen Vorgang: In einem Club trat anstelle des echten Rappers "Nelly" ein Double auf, das darüber hinaus auch noch betrunken war. Die meisten Besucher verließen nach wenigen Minuten mit einem gellenden Pfeifkonzert das "Konzert". Ein Besucher zeigte darüber hinaus den Club wegen Betrugs an.

Zur Ehrenrettung des Clubs sei gesagt, dass dieser selbst offenbar auf einen betrügerischen Veranstalter hereingefallen ist.

Angesichts dieser Geschichte bin ich froh, dass die Musik, die ich normalerweise höre, von unverwechselbaren Künstlern gemacht wird. Niemand käme auf die Idee, etwa einen Duke Meyer oder eine Tarja Turunen durch ein Double ersetzen zu wollen. Aber beim modernen Kommerzrap scheinen die Künstler austauschbar zu sein. Wäre ich ein Rapfan, würde mir das jetzt zu denken geben.

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28.8.09

Hugarástand

Hier befand sich ein Link zu einem isländischen Musikvideo. Auf Wunsch der Künstlerin wurde er entfernt.

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13.8.09

Kurz notiert am 13.08.2009

Musikindustrie im Wandel: es ist klar, dass das alte Musikindustrie-Geschäftsmodell, das noch aus der LP-Ära stammt, nicht mehr funktioniert. Aber wie sollen Künstler und Labels auf die neue Situation reagieren? Eine Diskussion im Zillo, mit verschiedenen Meinungen.

tvtropes.org
- eine für jeden Autor empfehlenswertes Wiki mit "tricks and tools of the trade". Ein "trope" ist auf dieser Website z.B. ein Charakter, ein Plot, ein Motiv. Was mir neben dem Inhalt sehr gefällt, ist der lockere, teilweise scharfzüngige, non-Wikipedia-mäßige Schreibstil.

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9.6.09

GEMA-Regelungen: Änderung tut not

In den Neunziger Jahren hat eine mir bekannte Karlsruher Band noch geflachst, man könne via GEMA ein bißchen Geld verdienen, indem man beim Konzert nur eigene Stücke spiele, sie der GEMA melde und dann die Tantiemen dafür bekomme. Damals galt die GEMA noch als "Freund der Musiker". Und an sich ist die GEMA von der Idee her eine positive Einrichtung, so wurde es in den Neunzigern wohl von den meisten Musikern noch empfunden.

Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Die Regelungen der GEMA wurden geändert. Einige der aktuellen Regelungen (gefunden bei Karan und Martin) sind:

- Musiker müssen sogar für selbstgeschriebene Musikstücke auf der eigenen Homepage (!) Tantiemen entrichten.
- die Tantiemen werden nach dem sog. PRO-Verfahren ausgezahlt, so dass selbst bei den o.g. Konzerten mit ausschließlich selbstgeschriebenen Songs der Großteil in einem großen Topf landet
- bei der GEMA sind nur sog. "ordentliche Mitglieder" stimmberechtigt, alle anderen sind "außerordentliche Mitglieder". Um "ordentlich zu werden, muss man mindestens fünf Jahre GEMA-Mitglied sein sowie in den letzten fünf Jahren mindestens 30.000 EUR (! an Tantiemen erlöst haben. Von einer solchen Summe können die allermeisten Musiker nur träumen.
- insgesamt bekommen 10% der GEMA-Mitglieder mehr als 70% der ausschüttungsfähigen Summe

Auch für Veranstalter hat die GEMA einiges an "besonderen Regelungen" bereit:

- bei nur einem GEMA-pflichtigen Musikstück pro Konzert wird die gesamte Veranstaltung(!) GEMA-pflichtig
- die Gebühren richten sich nach Eintrittspreis und Raumgröße und müssen im voraus bezahlt werden (ob sie im Falle einer Konzertabsage zurückerstattet werden?) Die Abhängigkeit von der Raumgröße finde ich besonders bizarr: am besten läßt man als Veranstalter also die Bands im Wandschrank spielen.

Diese Regelungen haben insgesamt zur Folge, dass viele Veranstalter auf Konzerte verzichten. Dadurch sind insbesondere Nachwuchsbands massiv benachteiligt. Außerdem hat Karan erlebt, dass ihr auf einem Existenzgründerseminar für Musiker aus o.g. Gründen explizit von einer GEMA-Mitgliedschaft abgeraten wurde.

Meiner Ansicht bedarf die GEMA dringend einer grundlegenden Reform, bei der die o.g. Punkte abgeschafft bzw. geändert werden sollten. Dieser Ansicht ist auch Monika Bestle von der Kulturwerkstatt Sonthofen. Daher hat sie beim Bundestag eine Epetition gestartet, die man hier unterzeichnen kann - was auch ich übrigens getan habe.

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10.4.09

Gehirrrne!

Es gibt Herbivoren, Carnivoren, Omnivoren und...andere. Letztere hat die FAWM-Teilnehmerin Casee Wilson ein Lied gewidmet: "The Encephalonivore's Lament"



Beim ersten Ansehen lag ich echt am Boden.

(gefunden bei Sven).

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1.2.09

Tarja kündigt für 2009 neues Album an

Tarja, Nahaufnahme

Kaum ist die "Limited Fan Edition " von "My Winter Storm " in den Läden, schon kündigt Tarja, die ehemalige Sängerin von Nightwish (oben eine Aufnahme von Tarjas Konzert in Wiesbaden, Mai 2008), ein neues Werk an: "What Lies Beneath" - so der geplante Titel des neuen Albums - soll laut Metal Hammer noch in diesem Jahr erscheinen. Bei "What Lies Beneath" will Tarja eine Arbeitsweise fortsetzen, die sie bereits bei "My Winter Storm" gepflegt hat: sie läßt sich von dem Titel des Albums zu Songs inspirieren. Das Ergebnis sind Lieder, die thematisch alle irgendwie mit "What Lies Beneath" zu tun haben. Man könnte quasi von einem Konzept-Album sprechen.

Das bereits vorliegende Material bezeichnete Tarja als "erwachsener, wilder und emotionaler".

Auf diese "wilde, emotionale und erwachsenere" Album bin ich gespannt wie der sprichwörtliche Flitzebogen.

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Nightwish: neue DVD und neuer Streit

Nightwish, Made In Hong Kong (and various other places)

Am 6. März 2009 erscheint die neue Live-DVD von Nightwish , die erste mit Anette Olzon am Mikrofon. Der Titel lautet "Made in Hong Kong (and various other places)". Vor kurzem gaben Nightwish das Cover-Artwork bekannt (siehe oben).

Die Live-DVD wurde während der aktuellen "Dark Passion Play "-Tour aufgenommen. Von dieser Tour gab es aus Südamerika einige Berichte, die ein wenig besorgniserregend erscheinen mögen. Laut Metal Hammer verließ Anette Olzon beim Konzert in Belo Horizonte/Brasilien vorzeitig weinend die Bühne . Später gab die Band eine Stellungnahme zum Konzertabbruch ab. Darin begründete Anette ihre Reaktion damit, dass sich Rauch auf ihre Stimmbänder geelgt habe und sie in Panik geraten sei. Nightwish-Bandgründer Tuomas Holopainen wiederum führe Anettes Verhalten auf die brasilianischen Fans zurück, von denen viele nach Anettes Vorgängerin Tarja gerufen hätte.

Was nun zutrifft (der geschilderten Sachlage nach könnte beides richtig sein), kann von Europa aus nur schwer beurteilt werden. Interessant ist jedoch ein Schritt, den Anette Olzon vor kurzem tat: sie heuerte einen persönlichen Manager an , der wie sie selbst Schwede ist. Anette betonte, dass sie damit keinen Keil in die Band treiben wolle. IN einem Interview deutete Anette Olzon jedoch gleichzeitig an, dass es in der Band backstage Stress gebe:

Der Stress, wochenlang unterwegs und nicht zu Hause zu sein, habe der Sängerin doch stark zugesetzt. Die Nightwish-Musiker seien voneinander gelangweilt gewesen und sich aus dem Weg gegangen, anstatt in einer offenen Auseinandersetzung die Probleme anzusprechen.
"Ein Streit reinigt die Luft. Auf der Bühne war alles in Ordnung, der Stress hinter der Bühne, mit ständig neuen Menschen, verursacht Probleme."



Ich bin sehr gespannt, wie es mit Nightwish weitergeht.

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19.10.08

Within Temptation - Black Symphony

Meine neue Rezension der Doppel-DVD "Black Symphony" von Within Temptation ist jetzt verfügbar auf darkweb.de und homomagi.de.

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16.10.08

Es war einmal und es wird immer sein



Diesen Singvøgel-Song gibt es noch nicht auf CD, aber jetzt auf YouTube als Live-Mitschnitt, erstellt auf dem FairTrade-Festival in Würzburg.

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27.9.08

27. DarkDance-Festival

Dance

Nach dem Bücherflohmarkt war ich auf dem 27. DarkDance-Festival in Lahr. Wie man am Bild sieht, war einiges los.

Es gab gute Auftritte von Tanzwut...

Tanzwut

...und von der noch relativ unbekannten Mittelalterband Wildfang:

Wildfang

..und von Shnarph!, aber die habe ich leider nicht fotografiert.

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16.9.08

Betroffenheitslyrik - der Deutschrock der Achtziger

Auf einestags.de erschien gestern ein Artikel über den Deutschrock der Achtziger:
"Karl der Käfer wurde nicht gefragt": Anders als die Helden der Neuen Deutschen Welle verstanden die Deutschrocker der Achtziger keinen Spaß. Ihre Textzeilen wogen schwer wie Blei.[...]
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich einige der in diesem Artikel kritisierten Texte damals (in den Achtzigern) gut fand, vor allem wegen der darin enthaltenen Sozialkritik. Insgesamt war damals eine "sehr ernste" Zeit, in der nur wenig gelacht wurde. Heutzutage sehe ich das anders. Auch Sozialkritik kann so verpackt werden, dass es Spass macht, sie anzuhören. Im Gegenteil: ich möchte behaupten, dass sozialkritische Texte mit Humor eine erheblich größere Verbreitung erfahren und somit besser wirken als weinerliche "Betroffenheitslyrik". Ein Beispiel für "Kritik mit Humor" ist Ankes Bioladen von Hannes Wader, in dem der Liedermacher einen typischen Bioladen in den Achtzigern auf die Schippe nimmt.

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18.8.08

Die Durchschnittsbands

Gerade eben habe ich mir mein Profil auf last.fm etwas näher angesehen. Dort sind 5720 Titel aufgeführt, gespielt von 297 verschiedenen Interpreten - wobei letztere Zahl verzerrt wird durch ein paar Fehlzählungen und Dubletten. Mit letzterem meine ich z.B., dass last.fm Tarja und Tarja Turunen als getrennte Künstlerinnen zählt, obwohl es sich um ein und dieselbe Person handelt.

Rein rechnerisch ergibt sich, dass ich von jedem Interpreten im Schnitt ca. 19 Titel abgespielt habe. Auf 19 stehen derzeit zwei Bands: The Crüxshadows und The Electric Hellfire Club. Somit sind diese beiden meine "Durchschnittsbands" - was natürlich nicht viel über meinen Musikgeschmack aussagt, aber viel über den beschränkten Sinn gewisser Statistiken.

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4.7.08

Zwei Konzerte


In den letzten sechs Tagen habe ich gleich zwei geniale Konzerte erlebt.

Philip Boa auf dem DarkDance-Festival, 29. Juni 2008

Das erste war letzte Woche auf dem DarkDance-Festival in Lahr. Der Auftritt von Philip Boa gehört zu dem besten, was ich dort je gesehen habe. Nach dem Konzert habe ich mir backstage ein Autogramm von ihm geholt - etwas, das ich sonst nicht mache. Auf dem Foto erkennt man in der Mitte Philip Boa, links Pia Lund.


Crüxshadows, KUZ, 1. Juli 2008

Ebenfalls genial war am Dienstagabend der Auftritt der Crüxshadows, die ich bereits zum dritten Mal live erlebte, im KUZ Mainz. Sänger und Bandgründer Rogue suchte wie gewohnt den Kontakt zum Publikum und sang ein Lied inmitten der Menge, auf einem Stuhl stehend.

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17.5.08

Konzertbericht über Tarja online

Tarja im Brennpunkt der Scheinwerfer

Mein ausführlicher Konzertbericht über den Auftritt von Tarja Turunen im Schlachthof Wiesbaden am 14. Mai 2008 ist inzwischen auf Darkweb zu finden. Angesichts der Länge des Artikels verzichte ich darauf, ihn nochmal in diesem Weblog zu posten.

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16.5.08

Tarja! Tarja! Tarja!

Tarja im weißen Kleid

Am Mittwochabend hatte ich das Konzerterlebnis des Jahres: ich sah Tarja live im Schlachthof Wiesbaden. Es war musikalisch unvergleichlich!

Ein ausführlicher Bericht folgt voraussichtlich heute abend. Gestern musste ich bis halb zehn arbeiten.

Hinweis: ja, das Foto ist unscharf. Leider fehlt mir die Wundersoftware, die Abby in Navy:CIS immer einsetzt und die selbst aus dem übelsten Gegrissel gestochen scharfe Bilder zaubert. Meine Kamera ist für Konzertaufnahmen nur sehr begrenzt geeignet.

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26.3.08

Musikmesse 2008: Nachtrag

Im Weblog der Singvøgel gibt es nun einen ausführlichen Bericht von Karan über die diesjährige Musikmesse.

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27.2.08

Nightwish: der Konzertbericht

Nightwish 2007

Mit Spannung wartete ich auf mein erstes Nightwish-Konzert, bei dem Anette Olzon am Mikrofon stehen würde. Wie würde die schwedische Sängerin sich machen?

Zum ersten Mal in meinem Leben war ich in der Jahrhunderthalle Frankfurt. Diese Halle ist normalerweise auf Kunstausstellungen und Aktionärsversammlungen ausgelegt, was man z.B. am Catering merkte; zumindest ist Radeberger Bier bei Musikfestivals eher unüblich. Die Örtlichkeiten sind gut eingeteilt: aus der Eingangshalle führt eine breite Treppe nach oben, dort kommt man zunächst in ein Foyer und dann ?um die Ecke? in den eigentlichen Saal. Dieser fasst laut Homepage der Jahrhunderthalle bei ?Teilbestuhlung? etwa 4.800 Besucher, und so viele dürften es auch gewesen sein.

Die Anreise gestaltete sich problemlos. Direkt vor der Halle standen ausreichend Parkplätze zur Verfügung, und das obwohl die Halle laut Nightwish-Website komplett ausverkauft war (mit anderen Worten: 4.800 Besucher, siehe oben).

Etwa um viertel nach acht eröffnete die Vorgruppe Pain das Konzert. Ihr Auftritt war nett, aber mehr nicht. Von Peter Tägtgren, u.a. Begründer von Hypocrisy, hätte ich eigentlich mehr erwartet.

Nach einer Umbaupause, die zwar eigentlich recht kurz war, aber ?gefühlt? viel zu lange dauerte, betrat als erstes Jukka Nevalainen, der Drummer, die Bühne, begrüßt von lebhaftem Applaus des Publikums.

Der Rest des Berichtes ist auf darkweb.de zu finden
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Im übrigen ist dies hier (laut Blogger) mein 1500. Posting im Eoraptor Log. Yeah! Jubiläum! (Falls jemand nach dem tausendsten fragen sollte: das habe ich verpasst).

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26.2.08

Nightwish - erste Eindrücke

Heute war ich in der Jahrhunderthalle Frankfurt bei einem Konzert mit schwedischer Sängerin, begleitet von vier finnischen Instrumentalisten. Hier die ersten Eindrücke.

Anette Olzon hat einen ganz andere Art, live aufzutreten, als Tarja. Während Tarja immer die Rolle der Diva spielte, springt Anette munter und recht spontan auf der Bühne herum, manchmal erinnerte sie mich sogar an einen Flummi :D . Beide Art des Auftritts hat etwas.

Und nun die Playlist:
1. Bye Bye Beautiful
2. Cadence of Her Last Breath
3. Dark Chest of Wonders (nach diesem Song "war das Eis gebrochen")
4. Ever Dream
5. The Siren
6. Amaranth
7. The Islander
8. The Poet and the Pendulum
9. Whoever Brings The Night
10. Slaying the Dreamer
11. Nemo
Ende des regulären Teils
Zugabe 1: 7 Days to the Wolves
Zugabe 2: Wishmaster
Zugabe 3: Wish I had an Angel

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17.2.08

Semesterabschlusskonzert der Popakademie Mannheim

Gestern haben Sven, Karan und ich zusmamen das Semesterabschlusskonzert der Popakademie Mannheim besucht.

Die Popakademie wurde 2003 gegründet durch das Land Baden-Württemberg. Sie ging aus der Rockstiftung des Landes bzw. dem Bandpool hervor. Die Akademie bietet den Abschluss B.A. in zwei Studiengängen an: Popmusikdesign und Musikbusiness. Ich hätte mir in meiner Jugend niemals träumen lassen, dass es eines Tages solche akademische Abschlüsse geben würde.

Das Konzert fand statt im Foyer des Gebäudes der Popakademie. Im Hintergrund wurde über einen DVD-Player eine Animation des Akademie-Logos eingeblendet, mit gewissen Ausnahmen (siehe unten).

Ich traf kurz nach 19 Uhr an der Popakademie ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte Elaborat, die erste Band, bereits losgelegt. Ihre Musik, die ich nur kurz hörte, wirkte recht rockig.

Danach gingen wir ins nahegelegene Cafe Nelson.

Als wir von dort wiederkamen, hatten gerade [T] ihren Gig beendet, von daher kann ich über diese Band nicht viel aussagen. Danach begannen Blaues Wunder. Das erste Lied klang uns zu sehr nach Juli, Silbermond et.al., so dass wir lieber ins Restaurant Hafenstrand gingen.

Als wir wiederkamen, beendete geraden Alex ihren Auftritt. Alexandra Mayr, die Leadsängerin und Namensgeberin, verfügt über einige stimmliche Qualitäten.

Danach trat das Johnny Priest Trio auf, das von Johannes Pries offenbar geleitet wird. Johannes Pries kombiniert Rock mit kritischen "Liedermachertexten" (das bitte in dicken Anführungszeichen sehen). Seine Lyrics sind originell und haben Biß. Sie sind in mehreren Sprachen abgefaßt: Englisch, Deutsch und Spanisch, wobei oftmals dieselbe Zeile in all diesen Sprachen nacheinander gesungen wird.

Nora Götting, die Leadsängerin von Malou, wandelt offensichtlich auf den Spuren von Sängerinnen/Songwriterinnen wie Joss Stone und Melissa Etheridge. Sie sang recht flott, allerdings konnte mich das Arrangement der Songs nicht ganz überzeugen. Dafür trat Nora Götting recht kokett auf, spielte z.B. ein paarmal die Schüchterne, obwohl ich den Eindruck hatte, dass sie ganz genau weiss, was sie kann, und wie sie aufs Publikum wirken will.

Anschließend wurde es mit Amethyst richtig metallisch bzw. hardrockig. Amethyst erinnerten mich musikalisch stark an Tarot (abgesehen von den Vocals natürlich). Frontfrau Debora Haller erwies sich als echte "Rockröhre" (ähnlich wie Ada Flechtner von Coronatus), mit einer hervorragenden Stimme. Ihre Zwischenansagen wirkten etwas schüchtern, aber mit einer gewissen Spielpraxis wird sich das sicher irgendwann geben. Wohltuend war auch der Hintergrund: Amethyst hatten das ewige Dauerlogo durch eigene Bilder ersetzt, die gut zur Musik passten und die ich recht gelungen fand.

Michi & The Models danach spielten recht guten Jazz Rock (sofern ich sie nicht verwechsle).

Anschließend an Michi und seine Models gab es "Alliterations-Alarm: alles 'A' am Anfang". Es trat eine sechsköpfige Band auf mit dem schönen Namen Timmy Rough and the Rough Revival Rainbow Rangers. Diese Band rockte richtig gut, mit Hard Rock in Richtung Uriah Heep bzw. Rose Tattoo mit einem Schuss Lordi. Ein Lied, das von Tim Opitz als "Southern Rock" angekündigt worden war, klang etwas nach Jon Bon Jovi.

Mit Steffi Spingies betrat eine weitere Rockerin die Bühne, auch sie legte gut los, besonders "Shake Your Feet" ging sofort ins Blut. Allerdings fand ich hier, dass das Mikrophon der Begleitsängerin Lilli Born zu schwach eingestellt war - schade, denn das, was von ihr zu hören war, war gut.

Danach war es bereits ein Uhr, somit machte ich mich auf den Heimweg.

Fazit: alle Teilnehmer des Semesterschlusskonzerts (mit der eventuellen Ausnahme Blaues Wunder, siehe oben) machten ureigene Musik, die zwar an andere Musiker erinnert, aber keiner "klonte" erfolgreiche Bands. Genregrenzen spielten für die Mehrzahl der Teilnehmer keine Rolle. Am besten fand ich das Johnny Priest Trio, Amethyst und Timmy Rough and the Rough Revival Rainbow Rangers, obwohl man diese Bands untereinander nur schwer vergleichen kann. Perfekt war keine der Bands, aber das kann man bei Studenten (ein Teil zumindest war, soviel ich gehört habe, Erstsemester) der Popakademie meines Erachtens nicht erwarten; man könnte sich sogar philosophisch streiten, ob Perfektion im Musikbereich überhaupt je erreicht werden kann. Aber das würde jetzt zu weit führen.

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22.1.08

Symphonic Metal dominiert Echo-Kategorie

Für den diesjährigen ECHO sind in der Kategorie "Bester Rock/Alternative Künstler 2008" mit Nightwish und Within Temptation gleich zwei Symphonic Metal Bands nominiert worden. Wow! Das hätte ich bis vor kurzem nicht für möglich gehalten.

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10.1.08

Wir werden alle sterben

Dieses Video von Knorkator habe ich in einer Forumsdiskussion entdeckt, und mir hat es sehr gut gefallen. Es erweckt Erinnerungen an alte Ausgaben der Zeitschrift Gamestar, als es auf der beigefügten DVD noch die Serie "Raumschiff Gamestar" gab. In jeder Episode gab Jörg Langer, der damalige Chefredakteur, den Satz "Wir werden alle sterben" von sich. Rein sachlich ist das richtig, außer man heißt Conner MacLeod :)))

Ansonsten finde ich das Video mit seinem rabenschwarzen Humor einfach zum Totlachen (wie passend! :D ).

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11.12.07

Morrissey und die Popjournalisten

Heute fand ich auf Telepolis einen Artikel über eine Äußerung des Rocksängers Morrissey, der mit einer aus dem Zusammenhang gerissenen Äußerung angeeckt ist. Aufgrund einiger aus dem Kontext gerissener Äußerungen wurde ihm Rassismus unterstellt, aber in Wahrheit war dem nicht so. Der Artikel kommt zum Fazit:
Wie auch immer die Vorgänge abgelaufen sind. Sicher ist, dass das, was der Sänger geäußert hat, weit weniger anstößig ist, als das Magazin uns glauben machen will. Bei Lichte besehen ist sein Kommentar zur Lage auf der Insel ziemlich harmlos. Von ihm hätte man im Prinzip Schärferes und Pikanteres erwartet.[...]Wer den Verlust des je Eigenen (was immer das auch ist) betrauert, die eigene Flagge schwenkt, sich mit nationalen Symbolen drapiert oder auf sein Land und seine Eigenwilligkeiten stolz ist, ist noch lange keine Rechtsradikaler, Rassist oder Fremdenfeind. Wäre das so, wäre das ganze Genre des "Britpop" oder "Krautrock" Rassismus verdächtig. Jedes Dafür- oder Fürsichsein, jede Differenzsetzung setzt Abgrenzung voraus. Merkwürdigerweise erlaubt man andersfarbigen Zeitgenossen das, weißen Zeitgenossen hingegen nicht. Ihnen spricht man vielmehr das Recht ab, das Eigene, die Kultur, den Lebensstil, die Tradition oder was auch immer zu loben oder zu betonen. Wenn man so will, handelt es sich hier um eine besondere Art von Selbst- oder Eigenhass, der, wie Nietzsche sagen würde, in Selbstverkleinerung endet.
Ob die von Morrissey beklagte "Überfremdung" in Teilen Großbritanniens wirklich eingetreten ist, sei dahingestellt. Aber ich stimme damit überein: Wer auf sein Land stolz ist, muss noch lange kein Rassist oder Rechtsradikaler sein, und leidet nicht zwangsläufig unter Xenophobie. Gerade wenn man Rassismus etc. ernsthaft bekämpfen will, ist es wichtig, bei jedem gefundenen "Stück Rassismus" sorgfältig und kritisch zu prüfen, ob ein solcher wirklich vorliegt, bevor man eine falsche Anschuldigung in die Welt setzt. Das ist übrigens kein rein britisches Phänomen. Auch in Deutschland gab es ähnliche Kontroversen, z.B. um Rammstein; und auch hier waren die Vorwürfe letzten Endes falsch.

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1.12.07

Singvøgel: Neues Album fertig

Das neue Album der Singvøgel ist fertig. Auf der Website der Gruppe kann das Titelbild bewundert werden. Am 16.12. ist die Release-Party in Wien, wo ich anwesend sein werde (der Flug ist schon gebucht). Ich freue mich bereits wie ein Schneekönig auf diesen Termin!

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29.10.07

Last.fm confirms: I am open minded

Ich habe mein Profil bei Last.fm auswerten lassen via Musickum. Das Ergebnis:






In meinem Musikgeschmack regiert also ganz klar der Symphonic Metal, welch Überraschung! :)

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22.9.07

Lieder als Podcasts

In der letzten Zeit bekomme ich immer wieder mal Promo-CDs mit "kastrierten" Songs. Oft sieht die "Kastration" so aus, dass in regelmäßigen Abständen jemand in den Song reinlabert, etwa "You are listening to the forthcoming album of ". Ich finde das ätzend, und ich bespreche solche Alben normalerweise nicht.

Nun habe ich gestern auf der Website von Tarja Turunen zwei Songs heruntergeladen, die anscheinend vollständig sind: "The Reign", und "Ciaran's Well". Auch bei ihnen sind Texte enthalten, sog. "Voiceovers". Aber im Falle der beiden Songs ist die Sachlage anders. Tarja selbst spricht die Voiceovers (mit einem drolligen finnischen Akzent übrigens :) ), und sie informiert dabei über die Songs selbst: wie und wo sie entstanden sind, was der Titel bedeutet, was ihre (Tarjas) Motivation bei den Liedern war usw. Diese Informationen sind so gut, dass ich mit dieser Art von Voiceover kein Problem habe. Im Gegenteil: für mich sind diese Informationen sehr nützlich beim Rezensieren. Sven, dem ich gestern am Telefon davon erzählte, meinte, das sei ja quasi eine Art Podcast. Recht hat er - und ich möchte hiermit jede Band, die hier mitliest, anregen, diese Art von Podcast einzusetzen.


Zurück zu Tarjas Liedern: "The Reign" ist stark angelehnt an Filmsoundtracks wie etwa den zu "Herr der Ringe". Ursprünglich war geplant, das Lied als reines Instrumental stehenzulassen, aber irgendwann entschieden Tarja und Thorsten Stenzel (der die Musik komponierte), auch ihre Stimme als Instrument einzusetzen. "Ciaran's Well" entstand bei den Aufnahmen zu Tarjas neuem Album "My Winter Storm" in einem Landhaus in Irland, spontan aus mehreren Jamsessions heraus. Der Song ist sehr rockig und fetzt gut. Der Text handelt von einer Quelle, die in der Nähe des Studios lag und über die es viele "magical stories" gibt. Beide Lieder, "The Reign" und "Ciaran's Well", sind klasse! Ich freue mich schon sehr auf "My Winter Storm", das am 9. November - ein Datum, das ich mir gut merken kann - erscheint.

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3.6.07

Ich habe einen vielseitigen Musikgeschmack!

Take your top 20 artists [at last.fm]. For each of these artists, collect the top 5 similar artists. The resulting number of unique artists is your eclectic score. If the score is small (extreme = 5) your musical preferences are very limited, and if it is large (larger than 80, extreme = 100), then you have an eclectic musical preference. You can compute your own score at http://anthony.liekens.net/pub/scripts/last.fm/eclectic.php

My eclectic score is currently

82/100


The 82 related artists for my profile are A Perfect Circle, Adaro, After Forever (2), Apocalyptica, Assemblage 23, Bauhaus, Björk, Blind Guardian, Blondie, Blutengel, Charon, Children of Bodom, Christian Death, Clan of Xymox, Corvus Corax, Covenant, Cradle of Filth, Das Ich, David Bowie, Deine Lakaien, Delain, Demons & Wizards, Diary of Dreams, Echoes of Eternity, Elis, Entwine, Epica (2), Estampie, Evanescence, Faun (2), Fear Factory, Fields of the Nephilim, Funker Vogt, Genesis, Gentle Giant, Hagalaz' Runedance, HammerFall (2), Helium Vola (2), Helloween, HiM, Iced Earth, Icon of Coil, In Extremo (2), Jethro Tull, King Crimson, Ko?n, Lacuna Coil (2), Letzte Instanz, Lunatica, Marilyn Manson (2), Metallica, Moonspell (2), My Dying Bride, Narsilion, Negative, Nightwish (5), Nirvana, Paradise Lost, Project Pitchfork, Rammstein (2), Rhapsody, Saltatio Mortis (2), Samsas Traum, Schandmaul (2), Sentenced, Siouxsie and the Banshees, Sonata Arctica (2), Subway To Sally, System of a Down, Tarot, The Moon and the Nightspirit, The Smashing Pumpkins, The Smiths, Theatre of Tragedy, Tool, Tori Amos, Tristania, Trobar de Morte, VNV Nation, Within Temptation (2), Xandria, Yes


Dass in obiger Liste fünfmal Nightwish vorkommt, überrascht mich in keinster Weise :)

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